Sonja Bongers MdL

Klimaschutz und Arbeitsplätze:

Wasserstoff-Standort Oberhausen

Michael Jung, Sonja Bongers, Thomas Kutschaty, Stefan Zimkeit, Helmut Brodrick (Quelle: SPD-Fraktion)

Oberhausen soll Standort für die Produktion von Wasserstoff im industriellen Maßstab werden. Dafür sprechen sich die SPD-Landtagsabgeordneten Sonja Bongers und Stefan Zimkeit nach einem Gespräch aus, das sie gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kutschaty mit Vertretern der IG Metall und des Betriebsrats von MAN Energy Solutions im Landtag führten. Dabei verdeutlichten der Betriebsratsvorsitzende Helmut Brodrick und sein Stellvertreter Jan-Martin Frericks die Chancen der Wasserstoffwirtschaft für den Standort Oberhausen. „Mit dem Fraunhofer Umsicht und MAN Energy Solutions haben wir zwei bedeutende Anknüpfungspunkte in unserer Stadt“, sagte Sonja Bongers.

Brodrick, Frericks und Michael Jung, Experte für Industrie- und Energiepolitik beim Vorstand der IG Metall, forderten eine technologieoffene Gesamtstrategie der Energie- und Wärmeversorgung für Deutschland, bei der gerade Wasserstoff eine entscheidende Rolle beinhaltet. Dazu müsste aber die Benachteiligung der Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie etwa durch die Belastung mit der EEG-Umlage beseitigt werden. „Noch haben wir gute Möglichkeiten, die Wasserstofftechnologie in Deutschland zu entwickeln und so Arbeitsplatze zu sichern“, so Brodrick. Allerdings müsse schnell etwas geschehen.

„Wasserstoff, der mit Windstrom und Sonnenenergie erzeugt wird, muss ein Baustein der Energiewende sein“, stimmte Zimkeit zu und verwies auf den Kohleausstieg. „Wir dürfen uns die Chance nicht entgehen lassen, im Ruhrgebiet bei dieser Zukunftstechnologie dabei zu sein.“ Er hat auch die Arbeitsplätze beim Sterkrader Standort von MAN Energy Solutions im Blick und fordert, dass aus dem notwendigen Ausstieg aus der Kohle kein Ausstieg aus der Industrie werden darf.

Bongers betonte, dass das Fraunhofer-Institut Umsicht sehr viel Know how bei der industrialisierten Erzeugung so genannten „grünen“ Wasserstoffs besitzt. Die Arbeitnehmer von MAN Energy Solutions, die IGM und die SPD-Abgeordneten können sich eine Pilotanlage in Oberhausen vorstellen. Um die Chancen hierfür auszuloten, möchten sie das Institut Umsicht und MAN ES an als wichtigste Oberhausener Akteure an einen Tisch bringen. „Wir wollen die schnelle Umsetzung der Klimaschutzziele mit der Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze verbinden“, sieht Zimkeit eine große Chance für Oberhausen und das Ruhrgebiet.

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