Sonja Bongers MdL

Corona-Krise:

Künstlersozialkasse muss Kreative besser schützen – Deutschland braucht seine Künstlerinnen und Künstler

Die SPD-Landtagabgeordnete Sonja Bongers unterstützt das Anliegen vieler Künstlerinnen und Künstler und Publizistinnen und Publizisten in der Künstlersozialkasse (KSK) besser in der Corona-Krise abgesichert zu werden.

„In Gesprächen mit betroffenen Journalisten, Künstlern, Musikern, Schauspielern und Vertretern von Museen ist mir vielfach die Notlage geschildert worden, in der sich die Kreativen dieses Landes befinden. Den meisten steht das Wasser bis zum Hals. Umsatzeinbrüche von bis zu 90 Prozent in manchen Branchen. Und wir müssen uns eins klar machen, eine Gesellschaft wie die unsere braucht Kreativität und Ideen. Deutschland braucht seine Künstlerinnen und Künstler und dazu rechne ich auch die vielen freien Journalisten. Was wäre das Leben, ohne das Wirken dieser Menschen.“

Politik sollte handeln

Daher sollte die Politik jetzt angemessen reagieren und der Branche unter die Arme greifen. „Es kann nicht sein, dass Mitglieder der Künstlersozialkasse dadurch, dass sie einen Brotjob annehmen, aus der KSK fliegen und damit ihr Künstlerdasein formal beenden. Wir wissen doch alle, wie umfangreich und unübersichtlich das Aufnahmeprozedere dieser Behörde ist. Das geht nicht mal eben so. Hier müssen jetzt vernünftige Lösungen her, die den Betroffenen dienen und nicht in einigen Monaten. Dann sind die Leute am Ende. Das können spezielle Fördertöpfe sein und der Abbau von bürokratischen Hürden in Bezug zum Verblieb in der KSK“, so Bongers.

Mehr Anerkennung

Die Rechtspolitikerin erinnert daran, wie leidensfähig gerade Menschen aus der Kreativwirtschaft sind. „Wir sollten dankbar sein, dass diese Leute sich nicht einfach Hartz IV abholen, sondern sich mit Jobs helfen wollen. Ich glaube nicht, dass das jeder in dieser Gesellschaft so machen würde. Das sollten wir anerkennen, denn es ist sicher nicht leicht, als Publizist, Maler oder Schauspieler an einer Supermarktkasse zu sitzen oder im Gesundheitsamt zu jobben“, so die SPD-Politikerin.

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