{"id":9878,"date":"2021-03-16T12:16:08","date_gmt":"2021-03-16T11:16:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/?p=9878"},"modified":"2021-03-16T18:51:04","modified_gmt":"2021-03-16T17:51:04","slug":"9878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/2021\/03\/16\/9878\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/banner-mdl-sonja-bongers-corona-gespraeche.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9855\" src=\"http:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/banner-mdl-sonja-bongers-corona-gespraeche.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/banner-mdl-sonja-bongers-corona-gespraeche.png 700w, https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/banner-mdl-sonja-bongers-corona-gespraeche-300x94.png 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<header class=\"sb-entry-header\">\n<h1 class=\"sb-headline\">Corona<span class=\"sb-light\">-Gespr\u00e4che | 04<\/span><\/h1>\n<h3 class=\"sb-crossheading\" style=\"font-size: 32px !important;\"><span class=\"sb-light\">Heute zu Gast: <\/span>Uschi Wischermann<span class=\"sb-light\">, Hotelbesitzerin in dritter Generation<\/span><\/h3>\n<\/header>\n<h2 class=\"sb-interview-subheadline\">&#8222;Mit gezieltem Stadtmarketing aus der Krise&#8220;<\/h2>\n<p class=\"sb-zur-person\"><em>Die Gastronomie und Hotelbranche ist mit am massivsten in ihrer Existenz bedroht. Im Gespr\u00e4ch mit Sonja Bongers reflektiert Uschi Wischermann, Hotelbesitzerin in dritter Generation, engagierte Vertreterin des Deutschen Hotel- und Gastst\u00e4ttenverbandes (DeHoGa) und \u00fcberzeugte Oberhausenerin, die derzeitigen Herausforderungen, sucht kreative L\u00f6sungen und verzweifelt manchmal am Handeln der Politik.<\/em><\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Die Pandemie l\u00e4uft jetzt seit gut einem Jahr. F\u00fcr die Gastronomie und das Hotelgewerbe ist die Lage kritisch. Haben Sie konkrete Vorschl\u00e4ge, wie man mit gezielten Ma\u00dfnahmen die Ausf\u00e4lle zumindest etwas abmildern kann?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Wir sind jetzt an einem Punkt in der Pandemie, wo wir sagen, was kann Oberhausen  denn nun wirklich \u00e4ndern, um die die Situation f\u00fcr unsere Branche zu verbessern. Dazu haben wir Arbeitskreise mit der DeHoGa gebildet, an der auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Dehoga beteiligt war. Dabei sind dann einige konkrete Ma\u00dfnahmen herausgekommen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Welche w\u00e4ren das?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Es gibt ja den Corona-Fond f\u00fcr Kommunen. Aber der hat so viele H\u00fcrden, dass er kaum abgerufen wird. Meines Wissens sind da noch rund 1,6 Millionen Euro, die f\u00fcr Hilfen in Oberhausen zur Verf\u00fcgung stehen. Und da haben wir die Idee mit dem Gastrogutschein entwickelt.  Den gibt es inzwischen zum Beispiel auch in anderen St\u00e4dten wie M\u00f6nchengladbach. Dieser Gutschein w\u00e4re so ausgestattet, dass die Stadt 20 Prozent bei Erwerb eines Gutscheins, der in Freizeitattraktionen eingel\u00f6st werden kann, zuzahlt. Also bei 100 Euro erstattet Oberhausen 20 Euro. Das ist f\u00fcr Konsumenten durchaus attraktiv. Immerhin sind das 20 Prozent. Das Gute dabei ist, es w\u00e4re eine Art Signal, so dass daraus eine positive Meldung entsteht. So nach dem Motto, seht her wir unterst\u00fctzen. Das Zweite, das wir uns \u00fcberlegt haben, ist es der Politik vorzuschlagen, 500.000 Euro in die gezielte Werbung und Stadtmarketing zu investieren, um Leute nach Oberhausen zu holen. Jeder Gast l\u00e4sst Geld in der Stadt und das h\u00e4tte eine  enorme Hebelwirkung.<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Hat Oberhausen eigentlich zu viele Hotels?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Das Metronom-Theater ist weggebrochen, MAN schw\u00e4chelt, die \u00dcbernachtungszahlen gehen runter. Die Idee ein Luxushotel am Centro zu planen, halte ich f\u00fcr falsch.<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Sie sind ja bekannt daf\u00fcr, Tarifl\u00f6hne zu zahlen. Wie geht man in dieser Krise denn dann damit um?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Ja, das war schon schwierig. Ich habe im November und Dezember das zustehende Weihnachtsgeld und den noch ausstehenden Urlaub bezahlt. Das war schon hart und hat viel gekostet. Aber unseren Leuten steht das zu. Ein Kollege sagte zu mir, warum ich das machen w\u00fcrde und ich verwies ihn auf den bestehenden Tarifvertrag.<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Was w\u00fcrden Sie der Politik mit auf den Weg geben?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Ach da gibt es so einiges. Viele Entscheidungen sind f\u00fcr den B\u00fcrger schwer nachzuvollziehen. Warum kann ich keine Ferienwohnung mieten, warum kann ich nicht mobil sein? Was ich beispielsweise \u00fcberhaupt nicht verstehe ist, dass unsere Au\u00dfengastronomie gleich gesetzt wird mit Theater und Kino. Dass man die Restaurants und Kneipen drinnen nicht ge\u00f6ffnet l\u00e4sst, ist ja noch nachzuvollziehen, obwohl ich da auch auf Abstand gehen kann, aber die Au\u00dfengastronomie, das kann ich nicht verstehen?<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Da ist ja die Bundespolitik gefordert, aber was k\u00f6nnte denn jetzt schon in Oberhausen konkret getan werden, um f\u00fcr die Zeit nach der Pandemie, ger\u00fcstet zu sein?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Es w\u00e4re immens wichtig, dass im Metronom-Theater wieder etwas passiert, um auch die Vermarktung wieder anzutreiben. Da muss eine dauerhafte Produktion rein und die Stadt sollte da Druck machen. Ich glaube, da ist noch nichts passiert. Ich wei\u00df nicht, ob die Wirtschaftsf\u00f6rderung da schon etwas plant. Der Betreiber Stage l\u00e4sst das Geb\u00e4ude leer stehen und signalisiert keinen Verkauf. Offenbar wollen die amerikanischen Unternehmer der Konkurrenz keine M\u00f6glichkeit bieten, in den Markt hier einzusteigen.<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Gibt es denn in dieser Pandemie einen Zusammenhalt unter den Hoteliers in Oberhausen und wie ist die Lage der anderen Betreiber?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Die Hoteliers untereinander haben einen engen Kontakt untereinander. Aber Hotels wie das &#8222;Mercure&#8220; in Oberhausen haben zum Beispiel inzwischen zu. Andere versuchen mit Kampfpreisen von 50 Euro pro Doppelzimmer zu bestehen. Das k\u00f6nnen wir gar nicht. Das rechnet sich nicht. Die machen damit den Markt kaputt.<\/p>\n<p class=\"sb-frage\"><span class=\"sb-interviewer\">Sonja Bongers: <\/span>Wir hoffen ja alle, dass Corona irgendwann in absehbarer Zeit Geschichte sein wird. Was machen Sie als erstes nach dem Ende der Pandemie?<\/p>\n<p class=\"sb-antwort\"><span class=\"sb-interviewter\">Uschi Wischermann: <\/span> Mit Freunden zusammen sein und einfach mal wegfahren.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4chsreihe wird fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Corona-Gespr\u00e4che | 04 Heute zu Gast: Uschi Wischermann, Hotelbesitzerin in dritter Generation &#8222;Mit gezieltem Stadtmarketing aus der Krise&#8220; Die Gastronomie und Hotelbranche ist mit am massivsten in ihrer Existenz bedroht.&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[315,364],"tags":[525,392,557,558,559,393,555,556,561,554,560,562,541],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9878"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9878\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sonja-bongers.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}