Sonja Bongers MdL

MdL Sonja Bongers:

Frauen in Justizberufen brauchen mehr Unterstützung

Die SPD-Landtagsabgeordnete Sonja Bongers hat sich für eine verbesserte Förderung von Frauen in Justizberufen ausgesprochen. „In allen Bereichen der Justiz kommen Frauen vor: als Mitarbeiterinnen, als Richterinnen und Staatsanwältinnen oder an Hochschulen und in der Verwaltung. Dennoch sind Frauen in vielen Führungsbereichen dort unterrepräsentiert. Das System der Justiz ist in vielerlei Hinsicht auf die Lebenssituationen von Männern ausgerichtet“, sagte Bongers.

CDU-geführte Landesregierung bremst Frauen aus

Dabei hatte die SPD mit den Grünen bereits 2017 begonnen, Frauen in der Justiz zu fördern. Leider wurde diese Programm von der CDU-geführten Landesregierung auf Eis gelegt. „Die Regierung Laschet setzt auf Männer, das ist mehr als deutlich: Der Minister ist ein Mann, der Staatssekretär ist männlich ebenso der Leiter des Ministerbüros. Von den sechs Abteilungsleitern sind fünf Männer. Diese Auflistung ließe sich in Justiz und Verwaltung beliebig fortsetzen. Und das, obwohl der Frauenanteil im Ministerium und allen Teilen der Justiz insgesamt höher ist, als der Männeranteil“, so Bongers.

Sicherlich ist ein entscheidendes Kriterium für mehr Gleichstellung in diesen Arbeitsfeldern, dass das Personal, das Nachwuchsgewinnung betreibt, gleichermaßen von Frauen und Männer besetzt ist.

„Frauen und Männer bringen unterschiedliche Blickwinkel auf einzustellendes Personal mit, was auch gerade für Frauen vorteilhaft sein kann. Gleiches gilt für die Beurteilungen für Beförderungen. Zur Frauenforderung gehört aber nicht nur die Beschäftigung an sich, sondern auch die Bereitstellung von familienfreundlichen Arbeitsplätzen, die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen und die Möglichkeit des Führens in Teilzeit. Denn durch die Möglichkeit in Teilzeit oder Gleitzeit zu arbeiten, erhöht sich die Attraktivität von Arbeitsplätzen für Menschen mit Familienaufgaben“, so die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Frauen an Hochschulen unterrepräsentiert

Als erschreckend empfindet Bongers, dass der Anteil der Frauen an juristischen Fakultäten viel zu gering ist. „Lediglich ein Drittel der Berufungen von Rechtsprofessoren gehen an Frauen. Es wurden aber nicht nur weniger Frauen berufen, sondern diese Frauen wurden durchschnittlich auch noch schlechter bezahlt.“

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